Kosmosklang : Musik mit Kristallklangschalen - Pina Rücker Klangkunst
Kosmosklang
Pina Bettina Rücker

Pina Rücker Klangkunst

1O JAHRE PINA RÜCKER ON STAGE

Klang als Aspekt des Raumes ist wie Zeit nicht bewusst erfassbar. Grenzüberschreitende Erfahrungen durch den Liveklang der Quarzschalen in physisch und geistig wahrnehmbaren Veränderungen sind Kern der Klang-Arbeit. Die als immersive Erfahrung bezeichnete teilweise oder komplette Aufhebung der Grenzen zwischen Selbst und Außenwelt sowie das zeitweilige Transzendieren von Alltagsbewusstsein findet eine klangliche Entsprechung durch die analog erzeugten Sinuswellen und Binauraulbeats der ursprünglich zur Züchtung von Siliziumkristallschichten hergestellten Quarztiegel.
 

Pina Bettina Rücker erforscht als Klangarchitektin seit 10 Jahren auf der Bühne die Einsatzmöglichkeiten der Kristallschalen als Musikinstrument. Auftritte mit Musikern verschiedener Genre führten u.a. zu Festivaleinladungen wie dem „moviementos“, dem „mdr-musiksommer“ oder auch zu den „Stelzenfestenspielen bei Reuth“. In Zusammenarbeit mit Künstlern wie Gesine Adler (Sopran), Hayden Chisholm (sax) oder aktuell Gert Anklam (sax) sind inzwischen sechs CD-Produktionen mit ihren Klängen veröffentlicht. Die Quarz-Glas-Schalen werden als Kieselglastiegel hergestellt, um darin Silizium-Mono-Kristalle für die Halbleiterindustrie zu züchten. Pina Rücker hat es sich zur Aufgabe gemacht ihre faszinierenden Klänge einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen - amorphe Raumklanginstallationen auf Basis eines amorphen Feststoffes - Quarzglas klingt.

Die Schwingungswirkung mit ihren außergewöhnlichen Raumklangverhalten, das auch meßbar die Klangbewegung verändert, beruht nach derzeitigem Wissensstand auf der a) Anordnung der Moleküle durch das "Sintern" bei der Herstellung und b) durch die 2-schichtige Innen-/Außenwand Konstruktion (opake Außenzone und transparente Innenzone), die HIER im Patent beschrieben ist. Kurzversion: https://www.bergedorfer-zeitung.de/archiv/geesthacht/article112583105/Grosse-Quarztiegel-sind-ihre-Staerke.html Wissenschaftlicher: https://patents.google.com/patent/DE19962449C2/de Zum Verfahren selber: http://www.geo.tu-freiberg.de/Hauptseminar/2009/Susanne_Paskoff.pdf

Die derzeit in Arbeit befindliche SOLO CD wunderkammer wird versuchen, verschiedene Dimensionen von Zeit zu erfassen. 

ZEITKRISTALL (wunderkammer) - Kristallisationspunkt von vier Zeitformen: Im Kern der Arbeit wunderkammer befinden sich Analog-Klänge aus Siliziumdioxid, die auf verschiedenen historischen Melodien des europäischen Mittelalters bis zur Renaissance (Blütezeit wunderkammer) beruhen. Historische musikalische Artefakten werden verwendet als Kontaktaufnahme zur geschichtlichen Wahrnehmung von Zeit,  Volkslieder und Stücke der Gregorianik sind geographisch und verwurzelt in Europa. Klang wird hier selbst Erinnerungsbild, Kontakt entsteht zur kulturellen Tiefenschicht, die Koexistenz von Vergangenheit und Zukunft in Klang und Material verschmilzt in gehörter / erlebter Gegenwart. Die Melodien werden durch durch die besondere Schwingungsart der Klänge unter die Zeitlupe gehalten und es entstehen in der Aufnahme mikroskopische mikrotonale Raum-Klangbewegungen innerhalb der Melodien: eigene Klangräume hinter den Linien. Zeit wird so erfasst als historischer Raum und in der Gegenwart des Hörens als sich dehnender melodischer Raum, in dem wiederum eigene Räume innerhalb einer melodischen Linie entstehen - ein zusätzlicher RaumZeitAspekt entsteht.  Im vorliegenden Rahmen dienen die Klänge als Interface ins molekulare Reich von Sand und Wasser sowie der zeitlichen Kernschmelze von historischem Klang-Artefakt und Zukunftstechnologie. Eine Zeitreise im mehrfacher Hinsicht entsteht, die Klangobjekte sind Schmelzraum und Zuchtstation für Zukunftzeit.

 

 

 

Zeit- und Raumempfindung sind Phänomene des Bewusstseins und in diesem Beziehungsfeld Gegenstand der Neurowissenschaften - siehe Marc Wittmann:"Wenn die Zeit stehen bleibt. Kleine Psychologie der Grenzerfahrungen" C.H.Beck 2015 .

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Quarzschalen sind klingende Werkzeuge einer "intonierten Stille". Ihre dynamische Klang-Raum-Wirkung gleicht keiner anderen Erfahrung. Interstellare Begegnungen warten im Kosmos Klang, die Selbstordnungskräfte der Natur beginnen ihre harmonisierende Arbeit. Der entstehende Klang-Raum ist gleichzeitig ein Zeit-Raum und es entstehen Begegnungen, für die es häufig keine adäquaten verbalen Beschreibungen gibt: ungewöhnliche körperliche Empfindungen werden erfahren, das herkömmliche Körper-Raum-Zeit-Gefühl wird infrage gestellt, innere Reisen in ungeahnte Räume einer individuellen Seelenlandschaft beginnen - mit unserer Realität schwer abzugleichen.

Sinusklare Quarzklänge laden ein ins Transzendenzmobil.

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