Kosmosklang
Pina Bettina Rücker

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STILLE ... MUSIK 20.3.2015 LEIPZIG

Klaviermusik des 20. Jahrhunderts im transzendierenden Schallwellenbad der Kristallklangschalen

Stücke der klassischen Moderne treffen auf den multidimensionalen Sound der Kristallschalen. Es gibt unter den Komponisten einige Meister der Stille, die im Klang nur zu finden ist. Diese spezielle Stille, kein Ersatz für Schweigen, sondern Ausdruck einer Kraft ist, die durch das Schweigen hindurch klingt. 

20.3. // 20 Uhr // Christengemeinschaft Leipzig (Schenkendorfstr. 3) 

Das Programm wird bestehen aus den folgend genannten Stücken für Piano solo (Markus Zugehoer/Belrin), die jeweils von den Kristallklangschalen (Pina Rücker/Leipzig) eingerahmt oder mitgetragen werden.

Arvo Pärt – Variationen zur Gesundung von Arinuschka

John Cage – Dream

Morton Feldman – nature pieces  4 / Intermission 6 

John Cage  - 4:33 

Morton Feldman - Intermission 6 / Piano Piece (1952)

John Cage – In a landscape

Arvo Pärt – für alina

Wir haben uns für diese Stücke entschieden, weil es uns möglich scheint, den Klangraum, den die Komponisten darin bereits geschaffen haben, durch die Kristallschalen im Sinne der Komposition zu erweitern. Die Kristallklangschalen wirken wie ein zusätzliches Raumklang-Register, sie verwenden das vorhandene Tonmaterial und vertiefen die Klangwirkung des Original-Textes der Komposition.  Beide Instrumente profitieren vom gemeinsamen Wirken – die Schalen bekommen durch das Piano eine stabile Klangstruktur zur Seite und das Klavier kann sich im Klang selbst neu erleben und erweitert sich in das Klangfeld der Kristallklänge. Die Mischung der Klänge entsteht im fragilen Bereich der Obertöne, die in jedem Raum anders erfahren werden, die klassische Klavierliteratur wird im neuen Klanggewand transzendiert. Die Reihenfolge der Stücke folgt dem Weg der stillen Klangflächen bei Cage und Pärt in die fragilen Klänge Feldmans, deren Stille umso zerbrechlicher wirkt, wenn sie in die Mond- und Sonnenfinsternis von Cage’s 4:33 mündet. Den Weg zurück in die Welt mit dem inneren Schatz der Stille in Herz und Ohr und Körper ebnen wieder die Klänge von Pärt und Cage. Wir wünschen Ihnen Raumklang-Genuss und einen guten Kontakt zum inneren Friedensraum. 

Markus Zugehör studierte an der Hochschule für Musik und Theater, Leipzig sowie am CNSM de Paris Waldhorn, Klavier und Liedgestaltung. In Meisterkursen arbeitete er mit Peter Feuchtwanger, Jeffrey Cohen, Francois Le Roux und Charles Spencer.
Er war Lehrbeauftragter an der Leipziger Musikhochschule sowie an der Universität Halle und nahm 2005 einen Lehrauftrag für Liedrepertoire an der Universität der Künste Berlin an. 2000 erhielt er den "Kulturpreis der Unnaer Wirtschaft".
Am Gewandhaus zu Leipzig war er als Pianist des "GewandhausKammerchor Leipzig" unter der Leitung von Morten Schuldt-Jensen von 2002-2006 engagiert und wurde wiederholt als musikalischer Assistent u.a. für Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly, Kurt Masur und Philippe Herreweghe eingeladen.
Seine Konzerttätigkeit führte ihn als als Solist, Liedbegleiter und Kammermusiker u.a. durch Deutschland, Frankreich, Spanien, die Schweiz, Nordamerika und Indien (im Auftrag des Goethe-Institutes). Weiterhin wurden Rundfunk- und CD-Aufnahmen mit Markus Zugehör produziert (Mitteldeutscher Rundfunk, MDG, TALANTON records). Weiterhin arbeitet er für Umculo/Capefestival als Coach. 

 

Feedbacks: Ein im Wortsinn berauschendes Erlebnis. Völlig versunken im Klang verpasste ich 4:33 und war überrascht vom Ende des Konzerts. Die andere Welt betrat ich anschließend etwas schwankend und glücklich angefüllt. Danke! H. L.

Liebe Pina, das Konzert hat mich beeindruckt! So eingebettet verstehe ich die Neue Musik besser! Ein Ohren-Öffner. I.N.

 

 

 

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